WSB Battery Technology · OEM-Entwicklung und Serienversorgung
Eine neue Zelle braucht eine nachvollziehbare Freigabe für den gesamten Serienpack.
Schnell erklärt
Bei einer Zellabkündigung im Akkupack sichern Sie zuerst die Herstellerinformation und den aktuellen Serienstand. Danach vergleichen Sie die alternative Zelle mit der bisherigen Auslegung: Spannung, Laden, Lastverhalten, Temperaturen, Mechanik, Kontaktierung und Schutzfunktionen. Die Verantwortlichen legen Prüfbedarf und Abnahmekriterien fest. Erst mit dokumentierten Ergebnissen, passenden Prüfnachweisen und eindeutig freigegebener Stückliste wird die Änderung für die Serie verbindlich.
Zellabkündigung, Lieferengpass oder Zweitquelle: Was liegt tatsächlich vor?
Eine fehlende Lieferung bestätigt noch keine Herstellerabkündigung. Prüfen Sie die schriftliche Mitteilung des Herstellers beziehungsweise die belegte Information aus der Lieferkette. Vollständige Zellbezeichnung, betroffene Varianten, Dokumentdatum und verbindlich bestätigte Fristen gehören in den Vorgang. Bei einer Änderungsmitteilung ist zusätzlich zu klären, was am Produkt oder Herstellprozess geändert wird.
Auf kleinen Bildschirmen können Sie die Tabelle seitlich scrollen.
| Auslöser | Was Sie zuerst klären |
|---|---|
| Abkündigung / End of Life (EOL) | Welche Zellreferenz ist betroffen? Gibt es bestätigte Termine für letzte Bestellung und letzte Lieferung? Welche Bedingungen gelten für Restmengen? |
| Änderungsmitteilung / Product Change Notification (PCN) | Welche Eigenschaft oder welcher Prozess ändert sich? Ab welcher Charge gilt die Änderung? Bleibt die Artikelnummer gleich? |
| Lieferengpass | Ist der bestehende Zelltyp grundsätzlich weiter verfügbar? Welche Liefermenge und welcher Termin sind belastbar bestätigt? |
| Zweite Bezugsquelle | Wird derselbe freigegebene Zelltyp über einen weiteren Lieferanten beschafft oder soll eine andere Zelle in den Pack einziehen? |
Ein weiterer Händler für denselben Zelltyp und ein zweiter Zellhersteller sind unterschiedliche Beschaffungswege. Bei gleicher Zelle bleiben Identität, Herkunft, Lieferbedingungen und Rückverfolgbarkeit zu prüfen. Ein anderer Zelltyp erfordert zusätzlich eine technische Änderungsbewertung. Zwei Typen desselben Herstellers schaffen außerdem keine Unabhängigkeit von diesem Hersteller.
Eine letzte Bevorratung überbrückt nur einen definierten Bedarf
Stimmen Sie einen möglichen Schlussabruf mit Serienbedarf, vorhandenen freigegebenen Beständen, bestätigten Liefermengen und der Einführungsplanung des Ersatzes ab. Große Restbestellungen brauchen eine passende Lagerplanung. Übernehmen Sie Lagerfristen und Bedingungen aus den Unterlagen des tatsächlichen Zell- beziehungsweise Packtyps. Bestätigte Lieferdaten und ein vorläufiger Freigabetermin bleiben getrennte Angaben.
Welchen Serienstand müssen Sie vor dem Zellwechsel sichern?
Ein brauchbarer Vergleich beginnt mit einer eindeutig beschriebenen Ausgangsversion. Sichern Sie die freigegebene Packzeichnung und Stückliste einschließlich Zelltyp, Schutzschaltung, Sensoren, Leitungen, Stecker, Kontaktmaterialien und Gehäuse. Ergänzen Sie relevante Hardware- und Softwarestände des Packs, Ladegeräts und Geräts.
- Packartikel, Zeichnungsnummer und Stücklistenrevision gemeinsam erfassen.
- Geräteanforderungen mit Spannung, Dauerlast, Lastspitzen und Laufzeit dokumentieren.
- Laden, Betrieb und Lagerung jeweils mit den relevanten Temperaturbedingungen beschreiben.
- Bestehende Prüfberichte, Freigaben und Prüfanweisungen ihrem tatsächlichen Aufbau zuordnen.
- Verantwortliche für Entwicklung, Qualität, Einkauf und kundenseitige Änderungsfreigabe benennen.
Die OEM-Akkupack-Entwicklung bei WSB betrachtet den Energiespeicher als Teil der Anwendung. Bei einer Serienänderung bleibt dieser Zusammenhang entscheidend: Ein Zellblatt allein beschreibt noch nicht das Verhalten des fertigen Geräts.
Welche Eigenschaften müssen Alt- und Neuzelle erfüllen?
Auf kleinen Bildschirmen können Sie die Tabelle seitlich scrollen.
| Prüffeld | Fragen für die Änderungsbewertung |
|---|---|
| Spannung und Ladeverfahren | Passen Zellchemie, Ladeendspannung, Entladegrenzen und Ladeablauf zur bestehenden Elektronik? Welche Grenzwerte gelten in welcher Datenblattrevision? |
| Last und Erwärmung | Wie verhält sich der Pack bei Dauerlast und zeitlich definierten Stromspitzen? Sind Spannungseinbruch, Zelltemperaturen und Geräteabschaltung unter den vorgesehenen Bedingungen akzeptabel? |
| Kapazität und Laufzeit | Sind typische und garantierte Mindestwerte getrennt erfasst? Erreicht der geänderte Pack die geforderte Laufzeit im Gerät bei vereinbartem Lastprofil? |
| Temperaturen | Welche Bedingungen gelten jeweils für Laden, Entladen und Lagerung? Erfasst das System die entscheidenden Temperaturen und reagiert es wie gefordert? |
| Mechanik und Kontaktierung | Passen Toleranzen, Isolierung, Zellhalter, Anschlussflächen und Entgasungswege? Sind Kontaktmaterialien und Fertigungsparameter für den Neutyp bestätigt? |
| Schutz und Kommunikation | Passen Schutzschwellen, Temperaturauswertung und gegebenenfalls BMS-Software oder Kapazitätsanzeige zur neuen Zelle? Welche Parameter müssen bewertet werden? |
| Qualität und Dokumente | Sind Herkunft, Charge, Datenblattrevision, Prüfdokumente und Lieferbedingungen nachvollziehbar? Welche Nachweise decken den tatsächlich geänderten Pack ab? |
Gleiche Maße beweisen keine Austauschbarkeit
„18650“, eine ähnliche Kapazität und gleiche Nennspannung sind Auswahlmerkmale. Sie bestätigen weder passende Ladebedingungen noch eine fertige Packfreigabe. Auch unveränderte Elektronik und identische Schweißparameter müssen im konkreten Aufbau begründet werden.
Ausgefülltes Beispiel: alternative Zelle für einen 2S2P-Serienpack
Das folgende Projekt ist fiktiv. Packartikel, Gerätekennung, Anforderungen und Dokumentnummern sind erfunden. Molicel INR-18650-P28A und INR-18650-P30B dienen als reale Zellbeispiele anhand ihrer öffentlichen Herstellerübersichten. Für keinen der beiden Typen wird eine Abkündigung behauptet. Der P30B wird hier weder als freigegebener Ersatz noch als unabhängige Zweitquelle dargestellt.
Auf kleinen Bildschirmen können Sie die Tabelle seitlich scrollen.
| Feld | Beispieleintrag |
|---|---|
| Projekt und Gerät | Mobiles Messgerät MG-07, Geräte-Hardware D03, Firmware 1.4; Änderungsfall Ä-026. |
| Bestehender Serienstand | Pack PK-207, Zeichnung Z-207/R1, Stückliste SL-207/R1; im fiktiven Ausgangsstand vier P28A-Zellen in 2S2P. |
| Geplanter Kandidat | Vier P30B-Zellen, weiterhin 2S2P; Entwürfe Z-207/R2 und SL-207/R2. Status: Kandidat, Serienfreigabe offen. |
| Spannung und Last | Geräteanforderung: 6,0 bis 8,4 V am Eingang; 8 A Dauerlast; 20 A für 500 ms, höchstens ein solcher Impuls je 60 s. |
| Laden | Bestehendes Konzept: CC/CV auf 8,4 V, maximal 2 A Pack-Ladestrom. Beibehaltung nur nach bestätigter Eignung des Gesamtsystems. |
| Temperaturen und Laufzeit | Geforderter Gerätebetrieb: 0 bis 40 °C Umgebung; Laden: 10 bis 35 °C Umgebung, zusätzlich zulässige Zelltemperaturen beachten. Laufzeit: mindestens 4 Stunden im gesondert definierten Profil LP-07/R1. |
| Lastprofil für die Laufzeitprüfung | LP-07/R1: 0,6 A Grundlast; alle 60 s ein 8-A-Impuls für 2 s, davon bei jedem zehnten Impuls die ersten 500 ms mit 20 A. Laufzeittest bei 20 °C; Prüfung der übrigen Betriebsgrenzen separat. |
| Unterlagenstand | Altdokumente im Projektarchiv vorhanden; aktuelle revisionsbezogene Voll-Datenblätter beider Zellen und Änderungsbewertung müssen dem Beispielvorgang noch zugeordnet werden. |
Belegte Zellwerte aus den Herstellerübersichten
Auf kleinen Bildschirmen können Sie die Tabelle seitlich scrollen.
| Merkmal | P28A | P30B |
|---|---|---|
| Nennspannung | 3,6 V | 3,6 V |
| Typische Kapazität | 2,8 Ah | 3,0 Ah |
| Maximaler Durchmesser | 18,6 mm | 18,6 mm |
| Maximale Höhe | 65,2 mm | 65,2 mm |
| Maximales Zellgewicht laut Übersicht | 46 g | 47 g |
Quellen: Molicel INR-18650-P28A und Molicel INR-18650-P30B, geprüft am 11.10.2026. Die Übersichten ersetzen keine vollständigen, revisionsbezogenen Datenblätter. Lade- und Entladegrenzen samt Temperatur- und Abbruchbedingungen bleiben für die Projektbewertung gesondert zu bestätigen.
Eigene Rechenwerte für das fiktive 2S2P-Konzept
Zwei Zellen in Reihe ergeben rechnerisch 7,2 V Nennspannung; zwei parallele Zellen ergeben mit den typischen Kapazitätswerten 5,6 Ah beziehungsweise 6,0 Ah. Daraus folgen 40,32 Wh beziehungsweise 43,20 Wh als Orientierung aus typischen Werten. Das sind rund 7,1 % mehr rechnerische Energie. Diese Rechnung liefert weder eine garantierte Packkapazität noch die verbindliche Wh-Kennzeichnung des fertigen Packs. Die tatsächliche Gerätelaufzeit muss geprüft werden.
Ausgefüllte Änderungsmatrix mit offenen Freigabepunkten
Auf kleinen Bildschirmen können Sie die Tabelle seitlich scrollen.
| Prüfpunkt | Eintrag im Beispiel | Nächster Schritt / Verantwortung |
|---|---|---|
| Spannung und Laden | Nennspannung gleich; Spannungsfenster und bestehendes 2-A-Ladekonzept noch nicht für R2 bestätigt. | Aktuelle Zellunterlagen abgleichen, Ladeablauf und Fehlerfälle prüfen; Packentwicklung mit Geräteentwicklung. Offen. |
| Dauerlast und Spitzenstrom | 8 A und 20 A / 500 ms sind Geräteanforderungen; Messergebnisse für R2 liegen im Beispiel nicht vor. | Spannung und Temperaturen am Pack und im Gerät nach Prüfplan erfassen; Geräteentwicklung. Offen. |
| Mechanik und Kontaktierung | Genannte Maximalmaße gleich; Anschlussflächen, Toleranzen und Fertigungsprozess noch nicht bewertet. | Musteraufbau, Zeichnungsprüfung und Prozessnachweis einschließlich Verbindungsgüte; Fertigung mit Qualität. Offen. |
| Laufzeit und Anzeige | Rechnerischer Kapazitätsanstieg bekannt; nutzbare Energie und gegebenenfalls Ladezustandsanzeige ungeprüft. | LP-07/R1 mit definiertem Prüflingszustand durchführen; Anzeige und Abschaltverhalten bewerten; Geräteentwicklung. Offen. |
| Schutzfunktionen und Temperatur | Bestehende Schaltung als Ausgangspunkt dokumentiert; Eignung für R2 nicht bestätigt. | Schutzgrenzen, Temperaturauswertung und relevante Hard-/Softwarestände bewerten; Packentwicklung. Offen. |
| Prüf- und Freigabedokumente | Altdokumente beziehen sich auf R1; erforderliche Abdeckung von R2 ungeklärt. | Änderung mit zuständigen Fachverantwortlichen und Prüfstelle bewerten; Nachweise zuordnen; Qualität. Offen. |
| Beschaffung und Umstellung | Keine reale EOL-Mitteilung Bestandteil dieses Beispiels; Bezug und Umstellungstermin ungeklärt. | Zellidentität, Herkunft, Lieferbedingungen und freigegebenen Umstellungspunkt festlegen; Einkauf mit Qualität. Offen. |
Der ausgefüllte Vergleich zeigt, welche Informationen bereits feststehen und welche Nachweise fehlen. Kein offenes Feld wird durch eine geschätzte Zusage ersetzt. Muster und Prüfplan können vorbereitet werden; eine Serienfreigabe lässt sich daraus noch nicht ableiten.
Was bedeutet der Zellwechsel für UN-38.3-Prüfdokumente?
Die Typänderungskriterien in Abschnitt 38.3.2.2 des UN-Prüfhandbuchs berücksichtigen neben bestimmten Änderungen an Energie oder Spannung auch Änderungen, die Prüfergebnisse wesentlich beeinflussen könnten. Dazu können Zellmaterialien, Schutzfunktionen einschließlich Software sowie Zellzahl oder Verschaltung gehören. Die IATA-Hilfe 2026, FAQ B.02 erläutert die Kriterien aus Revision 8 mit Amendment 1. Sie ist eine Orientierungshilfe, kein Ersatz für verbindliche Beförderungsvorschriften.
Auch unter 20 % bleibt eine Änderungsbewertung erforderlich
Der rechnerische Energieunterschied von rund 7,1 % im Beispiel erlaubt keine automatische Übernahme alter Prüfnachweise. Andere typrelevante Änderungen können entscheidend sein. Lassen Sie die Auswirkungen des tatsächlichen Aufbaus bewerten und den erforderlichen Prüf- und Dokumentationsumfang festlegen.
Ordnen Sie Prüfbericht und Prüfzusammenfassung dem tatsächlichen Zell- beziehungsweise Packtyp zu. Weitere Informationen finden Sie im WSB-Ratgeber UN-38.3-Prüfzusammenfassung: Welche Unterlagen der Einkauf braucht. Die technische Gerätefreigabe mit Laufzeit-, Lade- und Funktionsergebnissen bleibt eine zusätzliche Aufgabe.
Wie bleiben Stückliste, Freigabe und Serienumstellung nachvollziehbar?
Führen Sie Zelltyp, Packzeichnung und Stückliste unter einer eindeutigen Revision zusammen. Prüfergebnisse nennen Prüflingsaufbau, Zustand, relevante Hard-/Softwarestände und verwendete Prüfanweisung. Die Freigabe benennt ihren Geltungsbereich, die verantwortlichen Funktionen und gegebenenfalls verbleibende Auflagen.
Auf kleinen Bildschirmen können Sie die Tabelle seitlich scrollen.
| Unterlage / Kennung | Zuordnung und Status |
|---|---|
| R1 – bestehender Serienstand | Z-207/R1 und SL-207/R1 mit P28A; bisherige Freigabe und Dokumente nur innerhalb ihres belegten Geltungsbereichs. |
| Änderung Ä-026 | Geplanter Wechsel auf P30B. Begründung, Zellvergleich, betroffene Anforderungen und Prüfplan gemeinsam dokumentieren. |
| R2 – geänderter Pack | Z-207/R2 und SL-207/R2 als Entwurf. Serienfreigabe offen; fehlende Prüfergebnisse ausdrücklich vermerkt. |
| Freigabenachweis F-026 | Noch zu erstellen: Ergebnisse und Dokumentabdeckung, Freigaben von Entwicklung und Qualität sowie erforderliche Kundenzustimmung. |
| Gültiger Umstellungspunkt | Erst nach Freigabe festlegen: Produktionsauftrag, Packcharge oder Seriennummer; Alt-/Neubestand und Lieferkennzeichnung getrennt zuordnen. |
Die Fertigung arbeitet danach mit der für den Auftrag gültigen Stückliste. Zelltypen werden innerhalb eines Packs nicht spontan gemischt. Ein abweichender Mischaufbau wäre selbst ein gesondert zu bewertendes Konzept. Die Rückverfolgbarkeit verbindet Packrevision, Zellcharge und Produktionsauftrag; ein Artikelname allein genügt dafür nicht.
Welche Angaben helfen WSB bei der Prüfung einer Zellalternative?
Senden Sie die bestehenden Pack- und Zellreferenzen, freigegebene Unterlagen, Geräteanforderungen und den Anlass der Änderung. Eine tatsächliche Hersteller-Abkündigungs- oder Änderungsmitteilung gehört als Anlage dazu. WSB kann das Projekt im Rahmen von Entwicklung, Musterbau und Serienfertigung mit Ihnen abstimmen.
- Bestehender Packartikel, Zelltyp, Zeichnung und Stücklistenrevision.
- Herstellerinformation mit betroffenen Varianten und bestätigten Fristen, sofern vorhanden.
- Geräte- und Ladeanforderungen einschließlich Lastspitzen, Temperaturen und Laufzeitprofil.
- Bekannte Kandidaten und verfügbare revisionsbezogene Zellunterlagen.
- Vorhandene Prüfberichte und Freigaben mit ihrem tatsächlichen Geltungsbereich.
- Jahresbedarf, Losgrößen, bestätigte Bestände und benötigter Einführungstermin.
Musteranfrage – mit fiktiven Projektdaten ausgefüllt
Betreff: Zellalternative für Serienpack PK-207 – Änderungsfall Ä-026
Wir planen eine alternative Zellbestückung für unser Messgerät MG-07. Der bestehende Pack PK-207/R1 verwendet im Projekt vier Molicel P28A in 2S2P. P30B ist ein zu prüfender Kandidat; eine Austauschfreigabe liegt noch nicht vor. Eine belegte Abkündigung ist derzeit nicht Anlass dieser fiktiven Anfrage.
Anforderungen: 6,0–8,4 V Geräte-Eingang, 8 A Dauerlast und 20 A für 500 ms höchstens einmal je 60 s. Bestehendes Ladekonzept: CC/CV auf 8,4 V, maximal 2 A. Temperatur- und Laufzeitprofil liegen im Anforderungsblatt MG-07/R1. Jahresbedarf: 2.400 Packs, übliche Lose: 200 Stück. Einführung gewünscht zum 01.04.2027; Termin und Lieferfähigkeit sind noch zu bestätigen.
Als Anlagen senden wir Z-207/R1, SL-207/R1, das Geräte-Anforderungsblatt, die bekannten Hard-/Softwarestände und vorhandene Prüfdokumente. Bitte stimmen Sie mit uns Kandidatenbewertung, erforderliche Muster, Prüf- und Dokumentationsumfang sowie Aufwand und Ablauf der Serienfreigabe ab.
Alternativen für Ihren Serien-Akkupack prüfen lassen
Beschreiben Sie WSB den bestehenden Serienstand, den Änderungsanlass und die Anforderungen Ihres Geräts. Daraus lassen sich die nächsten Projektschritte abstimmen.
Serienprojekt mit WSB besprechenHäufige Fragen zu Zellwechsel und Zweitquelle
Kann eine 18650-Zelle durch eine andere 18650-Zelle ersetzt werden?
Die Bauform allein bestätigt keine Austauschbarkeit. Zellgrenzen, Ladeverfahren, Lastverhalten, Temperaturen, Schutzfunktionen und Fertigung müssen zum Pack und zum Gerät passen. Der konkrete Aufbau braucht eine dokumentierte Änderungsbewertung.
Reicht eine höhere Kapazität als Begründung für den Zellwechsel?
Eine höhere typische Kapazität ist ein Vergleichswert. Sie bestätigt weder gleiche Belastbarkeit noch die geforderte Laufzeit oder Kompatibilität. Verbindliche Anforderungen und Prüfungen bleiben maßgeblich.
Ist eine zweite Bezugsquelle automatisch ein zweiter Zelltyp?
Nein. Ein weiterer Lieferant kann denselben freigegebenen Zelltyp liefern. Ein anderer Zelltyp verändert zusätzlich die technische Auslegung. Zwei Zelltypen desselben Herstellers schaffen keine Unabhängigkeit von diesem Hersteller.
Bleibt die alte UN-38.3-Prüfzusammenfassung bei einem Zellwechsel gültig?
Ihre Zuordnung darf nicht vorausgesetzt werden. Bewerten Sie die Typänderung und prüfen Sie, welche Nachweise den tatsächlich geänderten Aufbau abdecken. Der Umfang erforderlicher Prüfungen ist für den konkreten Fall festzulegen.
Welche Dokumente braucht die Änderungsfreigabe?
Aktuelle Zellunterlagen, Packzeichnung, Stückliste und relevante Hard-/Softwarestände sowie Geräteanforderungen, Änderungsbewertung, Prüfergebnisse und passende Prüfnachweise. Freigabeumfang und Umstellungspunkt müssen nachvollziehbar sein.
Baut WSB gebrauchte Lithium-Ionen-Akkupacks auf andere Zellen um?
WSB öffnet, repariert und bestückt gebrauchte Lithium-Ionen-Akkupacks nicht neu. Der hier beschriebene Ablauf betrifft die Entwicklung und Fertigung neuer beziehungsweise technisch geänderter OEM-Serienpacks.
Fachquellen und Abgrenzung
- Molicel: INR-18650-P28A – öffentliche Produktübersicht; Quelle der ausgewählten Zellwerte.
- Molicel: INR-18650-P30B – öffentliche Produktübersicht; Quelle der ausgewählten Zellwerte.
- UNECE: UN Manual of Tests and Criteria, Revision 8 und Amendment 1; maßgeblicher Bezug für die Bewertung von Typänderungen.
- IATA: Battery Guidance Document 2026, FAQ B.02; erläutert die Typänderungskriterien aus Abschnitt 38.3.2.2.
- WSB: Design und Entwicklung; Projektbezug für Entwicklung, Musterbau und Fertigung.
Quellen geprüft am 11.10.2026. Das Beispiel dient der Vorbereitung eines OEM-Projekts. Es dokumentiert keine reale Abkündigung, keine durchgeführten Prüfungen und keine Freigabe der genannten Zellkombination. Alle projektspezifischen Entscheidungen müssen anhand des tatsächlichen Aufbaus und der zugehörigen Unterlagen getroffen werden.
