Akku- & Batterie-Lexikon A–Z
Von 18650, AGM und Ah bis zu BMS, LiFePO4, UN 38.3, USV und Zyklenfestigkeit: Schlagen Sie die wichtigsten Fachbegriffe der Batterie-, Akku- und Industrietechnik nach. Mit alphabetischem Blättern, Themenfilter und direktem Zugang zu WSB-Produkten und Ratgebern.
1/2 AA
Verkürzte Rundzellenbauform mit etwa halber AA-Länge; häufig bei Lithium-Primärzellen in Steuerungen. Spannung und Anschlüsse sind produktabhängig.
12-V-AGM-Akku
Wartungsarmer Bleiakku mit Glasfaservlies-Elektrolyt. Die Eignung für Startbetrieb, Zyklen- oder USV-Einsatz muss dem Datenblatt entsprechen.
14500
Lithium-Rundzellenformat mit ungefähr 14 mm Durchmesser und 50 mm Länge. Eine Li-Ion-14500 ist trotz AA-ähnlicher Größe keine 1,5-V-AA-Zelle.
16340
Rundzelle mit ungefähr 16 × 34 mm. Die häufige Li-Ion-Ausführung darf nicht ungeprüft eine 3-V-CR123A ersetzen.
18500
Zylindrisches Zellformat von etwa 18 × 50 mm. Schutzschaltung und tatsächliche Baulänge können variieren.
18650
Weit verbreitete Lithium-Ionen-Rundzelle von etwa 18 × 65 mm; Strombelastbarkeit, Kontaktform und Schutzschaltung unterscheiden sich je Modell.
1C
Lade- oder Entladestrom bezogen auf die Nennkapazität: Bei 4 Ah entspricht 1C rechnerisch 4 A. Zulässige C-Raten stehen im Zellendatenblatt.
2/3 AA
Kompakte industrielle Zellbauform. Nicht mit AA verwechseln; Chemie, Spannung, Abmessungen und Kontaktierung müssen passen.
20700
Rundzellenformat von ungefähr 20 × 70 mm; die Zellgröße allein bestimmt weder Zellchemie noch Belastbarkeit.
21700
Lithium-Ionen-Zellformat mit etwa 21 mm Durchmesser und 70 mm Länge, verwendet in leistungsstarken Akkupacks.
24-V-System
Elektrisches Versorgungssystem mit einer Nennspannung von 24 V. Grenzwerte und tatsächliche Spannungen hängen von Netzteil, Batteriekonfiguration und Last ab.
26650
Rundzelle von ungefähr 26 × 65 mm; je nach Produkt als Li-Ion- oder andere Zellchemie erhältlich.
2S2P
Packkonfiguration aus zwei in Reihe geschalteten Zellen je Strang und zwei parallelen Strängen; Spannung und Ah-Kapazität verdoppeln sich gegenüber einer Einzelzelle.
32700
Rundzellenformat mit ungefähr 32 × 70 mm, häufig bei LiFePO4-Zellen; Nennspannung und Maße prüfen.
36-V-E-Bike-System
Antriebssystem mit 36 V Nennspannung. Akkuersatz erfordert zusätzlich passende Kommunikation, Bauform und Anschlüsse.
3S
Drei Akkuzellen sind in Reihe verbunden. Die Nennspannung entspricht ungefähr der Summe der drei Zellnennspannungen.
48-V-System
Systemnennspannung von 48 V. Die maximale Betriebsspannung kann deutlich über dem Nennwert liegen.
4S
Vier Zellen in Reihe. Ein 4S-LiFePO4-Pack erreicht bei 3,2 V je Zelle nominell 12,8 V.
6LR61
IEC-Bezeichnung für eine 9-V-Alkaline-Blockbatterie. Bauformgleiche Akkus können andere Spannungseigenschaften haben.
Abschaltspannung
Grenzwert, bei dem Ladung oder Entladung durch Elektronik beendet wird. Die zulässigen Werte hängen von der Zellchemie ab.
Absorptionsladung
Ladephase vor allem bei Bleiakkus, in der eine definierte Spannung gehalten wird und der Ladestrom typischerweise abnimmt.
Adapter
Verbindung zwischen unterschiedlichen Steckertypen. Mechanisches Passen garantiert nicht richtige Spannung, Polarität oder Kommunikation.
AGM-Akku
Bleiakku mit in Glasfaservlies gebundenem Elektrolyt. Start-, Standby- und zyklenfeste AGM-Ausführungen sind technisch unterschiedlich.
Ah (Amperestunde)
Einheit der elektrischen Ladungsmenge beziehungsweise Akkukapazität. Zum Energievergleich ist auch die Spannung entscheidend: Wh ≈ V × Ah.
Akku
Wiederaufladbarer elektrochemischer Energiespeicher, fachlich Sekundärbatterie. Sein Ladeverfahren muss zur Zellchemie passen.
Akkualterung
Veränderung durch Zeit, Temperatur und Nutzung; oft sinkt die Kapazität, während der Innenwiderstand steigt.
Akkukapazität
Unter definierten Prüfbedingungen entnehmbare Ladungsmenge, meist in Ah oder mAh angegeben. Nicht mit Leistung in Watt verwechseln.
Akkupack
Elektrisch und mechanisch verbundene Akkuzellen mit Anschlüssen und gegebenenfalls BMS, Sicherungen, Sensorik und Gehäuse.
Akkutausch
Ersatz durch eine kompatible Batterie- oder Akkuausführung. Zu prüfen sind neben Volt und Ah auch Maße, Chemie, Pinbelegung und Freigabe.
Alkaline-Batterie
Nicht wiederaufladbare Alkali-Mangan-Zelle, etwa LR6 oder LR03. Übliche Alkaline-Primärbatterien dürfen nicht geladen werden.
Ampere (A)
SI-Einheit der elektrischen Stromstärke. 1 A beschreibt einen Stromfluss, 1 Ah dagegen eine Ladungsmenge.
Anlaufstrom
Kurzzeitig hoher Strombedarf beim Start einer Last, etwa eines Motors. Akku, BMS und Kontakte müssen diese Spitze vertragen.
Anode
Elektrode, an der Oxidation stattfindet; beim Laden und Entladen eines Akkus kann die elektrochemische Zuordnung wechseln.
Anschlussart
Kontaktform wie Faston, Schraubpol, Kabel, JST, Printpin oder Lötfahne. Polung und Abmessungen mitprüfen.
Anschlussbelegung
Zuordnung von Plus, Minus und möglichen Signalpins eines Steckers. Gleiche Steckergehäuse können unterschiedlich beschaltet sein.
Anwendungsspezifikation
Dokument mit Anforderungen an Spannung, Strom, Temperatur, Platzbedarf, Lebensdauer, Zulassungen und Schnittstellen eines Akkusystems.
Ausgleichsladung
Gezieltes Ladeverfahren für bestimmte offene Bleibatterien. Nicht pauschal für AGM-, Gel- oder Lithium-Akkus geeignet.
Axialdraht
In Längsrichtung aus einer Batteriezelle geführter Anschlussdraht für definierte Leiterplatten- oder Geräteanschlüsse.
Balancing
Ausgleich von Zellspannungen oder Ladezuständen in einem mehrzelligen Akkupack, häufig durch ein Batteriemanagementsystem.
BattDG
Deutsches Batterierecht-Durchführungsgesetz; ergänzt die EU-Batterieverordnung und regelt unter anderem Rücknahme und Starterbatteriepfand.
Batterie
Elektrochemischer Energiespeicher. Im Alltag meint der Begriff häufig eine nicht wiederaufladbare Primärbatterie.
Batteriechemie
Materialsystem einer Zelle, etwa Alkaline, Li-Ion, LiFePO4, NiMH oder Blei-Säure. Es beeinflusst Ladeverfahren und Spannung.
Batteriehalter
Mechanische Aufnahme mit elektrischen Kontakten für Batterien oder Zellen. Federkontakte, Polarität und zulässiger Strom müssen stimmen.
Batteriemanagementsystem (BMS)
Elektronik zur Überwachung und zum Schutz eines Akkupacks, beispielsweise für Zellspannung, Temperatur, Strom und Balancing.
Batteriepass
Digitaler Informationsdatensatz für bestimmte Batteriekategorien nach EU-Batterierecht, mit gestaffelten Anwendungsfristen und Datenanforderungen.
Batteriepfand
Gesetzliches Pfand für Starterbatterien beim Verkauf ohne gleichzeitige Rückgabe einer Starteraltbatterie; in Deutschland grundsätzlich 7,50 €.
Blei-Gel-Akku
Verschlossener Bleiakku mit geliertem Elektrolyt. Ladeparameter können sich von AGM-Akkus unterscheiden.
Blei-Säure-Batterie
Elektrochemisches Bleisystem mit Schwefelsäure-Elektrolyt; umfasst offene sowie verschlossene Varianten.
Blei-Vlies-Akku
Andere Bezeichnung für AGM-Bleiakku mit gebundenem Elektrolyt.
BMS-Kommunikation
Austausch von Status- und Steuerinformationen zwischen Akku, Ladegerät und Verbraucher über definierte Schnittstellen.
Boost-Ladung
Zeitlich begrenzte Ladephase mit erhöhtem Strom oder definierter Spannung; nur nach Herstellerangaben zulässig.
Brandlast
Potenzielle Wärmefreisetzung brennbarer Materialien im Brandfall. Bei Batteriesystemen sind Umgebung, Aufbau und Schutzkonzept zu berücksichtigen.
Burst-Strom
Kurzzeitiger Stromimpuls oberhalb des Dauerstroms. Dauer und Wiederholung sind im Datenblatt festgelegt.
C-Rate
Verhältnis zwischen Lade- beziehungsweise Entladestrom und nomineller Zellkapazität, etwa 0,5C oder 2C.
C-Teile-Management
Beschaffungs- und Bestandssteuerung niedrigpreisiger, oft häufig benötigter Komponenten wie Industriebatterien oder Verbinder.
CAN-Bus
Serielle Kommunikationsschnittstelle, die in intelligenten Batterie-, Fahrzeug- und Maschinensteuerungen eingesetzt wird.
CC/CV-Ladung
Laden mit zunächst konstantem Strom und anschließend konstanter Spannung, verbreitet bei vielen Li-Ion-Systemen.
Cell Matching
Auswahl und Zusammenstellung von Zellen mit geeigneten, zueinander passenden elektrischen Eigenschaften für einen Akkupack.
Charge Cut-off
Automatisches Beenden eines Ladevorgangs bei Erreichen definierter Grenzbedingungen.
Coulomb Counting
Abschätzung der entnommenen beziehungsweise geladenen Ladung durch zeitliche Integration des Stroms.
CR123A
Lithium-Primärbatterie im kompakten Rundformat, meist mit 3 V Nennspannung. Nicht pauschal durch 16340-Akkus ersetzen.
CR2032
3-V-Lithium-Knopfzelle mit ungefähr 20 mm Durchmesser und 3,2 mm Höhe.
Crimpverbindung
Mechanisch gepresste elektrische Verbindung zwischen Kontakt und Leiter, etwa bei konfektionierten Akkukabeln.
CTP (Cell-to-Pack)
Batteriekonstruktion, bei der Zellen ohne klassische Modulzwischenstufe in das Pack integriert werden.
D-Zelle (Mono)
Große Rundzellenbauform, bei Alkaline als LR20 mit 1,5 V bezeichnet.
Datenblatt
Herstellerdokument mit elektrischen Grenzwerten, Abmessungen, Prüfbedingungen und Sicherheitsinformationen zu einem Produkt.
Dauerstrom
Strom, den Zelle, Kabel oder BMS unter vorgegebenen Bedingungen kontinuierlich führen darf.
DC/DC-Wandler
Elektronik zur Umwandlung einer Gleichspannung in eine andere Gleichspannung, beispielsweise aus einem Akkupack.
Deep Cycle
Für wiederholte tiefere Entladungen ausgelegte Batterievariante. Die zulässige Entladetiefe bestimmt der Hersteller.
Dichtesystem
Konstruktive Maßnahmen gegen das Eindringen von Feuchtigkeit oder Staub in Gehäuse und Akkupacks.
DIN-Anschluss
Anschlussform nach einem definierten technischen Maß- oder Normensystem; genaue Ausführung und Polarität sind zu vergleichen.
DoD (Depth of Discharge)
Entladetiefe eines Akkus als Prozentwert der zugrunde gelegten Kapazität. 80 % DoD bedeutet 80 % Entnahme.
Durchgangswiderstand
Elektrischer Widerstand eines Kontakts oder Verbindungswegs. Erhöhte Werte können Erwärmung und Spannungsverlust verursachen.
Dynamisches Lastprofil
Zeitlicher Verlauf des Strom- oder Leistungsbedarfs mit wechselnden Grund- und Spitzenlasten.
E-Bike-Akku
Wiederaufladbarer Energiespeicher für elektrisch unterstützte Fahrräder; Kompatibilität umfasst Elektronik, Gehäuse und Schnittstelle.
EFB-Batterie
Enhanced Flooded Battery, weiterentwickelte Nass-Bleibatterie für bestimmte Start-Stopp-Anwendungen.
Einbaulage
Zulässige Orientierung eines Akkus bei Montage und Betrieb. Sie hängt von Bauart, Entlüftung und Herstellerfreigabe ab.
Elektrode
Elektrisch leitender Teil einer Zelle, an dem elektrochemische Reaktionen stattfinden.
Elektrolyt
Ionenleitendes Medium einer Batteriezelle, abhängig von der Zellchemie beispielsweise flüssig, geliert oder in Separatoren gebunden.
EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit)
Fähigkeit elektrischer Systeme, in ihrer elektromagnetischen Umgebung ohne unzulässige Störungen zu funktionieren.
End-of-Charge
Zustand, in dem ein Ladeverfahren aufgrund definierter Kriterien abgeschlossen wird.
Energiedichte
Energiemenge je Masse oder Volumen eines Speichers, beispielsweise in Wh/kg oder Wh/l.
Energieinhalt (Wh)
Gespeicherte beziehungsweise nutzbare Energie in Wattstunden; näherungsweise Spannung in Volt mal Kapazität in Amperestunden.
Entladekennlinie
Grafik oder Datensatz des Spannungsverlaufs bei Entladung unter festgelegter Belastung und Temperatur.
Entladeschlussspannung
Untere Spannungsgrenze, bis zu der ein Akku nach Herstellervorgabe entladen werden darf.
Erhaltungsladung
Ladeverfahren zur Kompensation von Selbstentladung bei geeigneten Batteriesystemen, besonders im Blei-Standby-Betrieb.
Ersatzteilnummer
Herstellerreferenz zur Identifikation eines Ersatzakkus. Sie ist häufig zuverlässiger als alleinige Volt- und Ah-Angaben.
ESR (Equivalent Series Resistance)
Ersatz-Serienwiderstand, der innere Verluste und die Spannung unter Last beeinflusst.
Faston T1
Flachsteckkontakt mit typischer Breite von 4,8 mm bei vielen Bleiakkus; tatsächliche Maße prüfen.
Faston T2
Flachsteckkontakt mit typischer Breite von 6,3 mm bei vielen Bleiakkus; nicht mit T1 verwechseln.
Fehlerdiagnose
Systematische Prüfung von Akku, Anschlüssen, Ladegerät, Last und Elektronik zur Eingrenzung einer Fehlfunktion.
Flachstecker
Steckkontakt mit flacher Zunge, häufig als Faston an Bleiakkus oder Akkupacks ausgeführt.
Float Charge
Dauerhafte Ladeerhaltung mit festgelegter Spannung für geeignete Blei-Standby-Batterien.
Fluchtwegbeleuchtung
Sicherheitsbeleuchtung, die im Notfall die Orientierung und das Auffinden von Rettungswegen unterstützen soll.
Formfaktor
Mechanische Bauform einer Zelle oder eines Packs einschließlich Abmessungen, Anschlüssen und Einbauraum.
Fremdakku
Akku unbekannter Herkunft oder Vorgeschichte, dessen Alterung, Zellzustand oder interne Schutzmaßnahmen möglicherweise nicht belegbar sind.
Funktionsprüfung
Kontrolle, ob ein Batterie- oder Notstromsystem die spezifizierte Funktion unter definierten Bedingungen erfüllt.
Galvanische Zelle
Elektrochemische Einheit, die bei einer Entladereaktion chemische in elektrische Energie umwandelt.
Gefahrgut
Güter mit besonderen Risiken beim Transport, darunter zahlreiche Lithiumbatterien; Einordnung richtet sich nach geltenden Transportvorschriften.
Gehäuseabdichtung
Abdichtung gegen Feuchtigkeit, Staub oder andere Umwelteinflüsse; abhängig vom geforderten Schutzgrad.
Gel-Akku
Verschlossener Bleiakku mit gelartigem Elektrolyt für definierte Standby- oder Zyklenanwendungen.
Gerätebatterie
Batteriekategorie für bestimmte tragbare Anwendungen nach geltenden Batterieregelungen; von LV- und Starterbatterien zu unterscheiden.
Gleichspannung (DC)
Spannung mit gleichbleibender Polarität, wie sie Batterien typischerweise bereitstellen.
Gleichstrom
Strom mit gleichbleibender Richtung, beispielsweise aus einer Batterie zum Verbraucher.
Großpackung
Verpackungseinheit mit mehreren Batterien, etwa für gewerbliche Beschaffung und wiederkehrenden Bedarf.
Hauptladung
Ladephase, in der der Akku bis zu einem vorgesehenen Ladezustand mit geregeltem Strom versorgt wird.
Hochstromzelle
Zelle für vergleichsweise hohe Lade- oder Entladeströme, oft bei Leistungsanwendungen mit geringerem Innenwiderstand.
Hochtemperaturakku
Akkuausführung für erhöhte thermische Anforderungen, beispielsweise in bestimmten Sicherheitsleuchten.
Hochvolt-System (HV)
Batteriesystem mit erhöhtem Spannungsniveau; besondere Maßnahmen für Berührungsschutz, Isolation und Wartung sind notwendig.
Hot-Swap
Austausch geeigneter Komponenten im laufenden Betrieb, etwa bei dafür ausgelegten USV-Batteriemodulen.
Hysterese
Unterschied zwischen Ein- und Ausschaltgrenze einer Regelung, um ständiges Hin- und Herschalten zu verhindern.
IEC 62133
Normenreihe mit Sicherheitsanforderungen für bestimmte tragbare wiederaufladbare Batterien, abhängig von Teil und Anwendungsbereich.
IEC 62619
Sicherheitsnorm für Lithium-Sekundärzellen und Batterien im industriellen Anwendungsbereich.
IEC-Bezeichnung
Internationale Typkennzeichnung nach IEC, etwa LR6 für AA-Alkaline oder 6LR61 für 9-V-Blockbatterien.
Impulsstrom
Kurzzeitiger Entlade- oder Ladestrompuls mit definierter Dauer, Wiederholrate und Grenzwerten.
Industriebatterie
Batteriekategorie für industrielle Zwecke; konkrete Einordnung richtet sich nach den gesetzlichen Definitionen.
Industrielle Primärzelle
Nicht wiederaufladbare Zelle für technische Anwendungen, beispielsweise 3,6-V-Lithiumzellen in Sensoren und Steuerungen.
Innenwiderstand
Elektrischer Innenwiderstand der Zelle, der Spannungsabfall und Erwärmung unter Last beeinflusst.
Inrush Current
Englischer Begriff für Einschaltstromspitze, zum Beispiel beim Start eines Motors oder dem Laden von Eingangskondensatoren.
ISO 9001
Internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme; beschreibt Prozessanforderungen und keine spezifische Zellleistung.
Isolationsüberwachung
Überwachung des elektrischen Isolationszustands insbesondere bei größeren Batteriesystemen.
JIS-Batteriegröße
Japanische Baugrößen- und Typbezeichnungen für Fahrzeugbatterien, deren Maße und Polanordnung von anderen Standards abweichen können.
Joule (J)
SI-Einheit der Energie; eine Wattstunde entspricht 3.600 Joule.
JST-Stecker
Familie kompakter Steckverbinder, häufig bei Akkupacks; Rastermaß, Bauform, Pinzahl und Polung genau prüfen.
Jumper
Steck- oder Drahtbrücke für eine definierte elektrische Verbindung oder Gerätekonfiguration.
Kabelquerschnitt
Leiterfläche einer elektrischen Verbindung, relevant für Strombelastbarkeit, Spannungsabfall und Erwärmung.
Kalenderalterung
Zeitabhängige Alterung einer Zelle auch ohne aktive Nutzung; Temperatur und Ladezustand beeinflussen sie.
Kalibrierung
Abgleich eines Mess- oder Schätzsystems. Eine Akkuanzeige zu kalibrieren repariert keine gealterten Zellen.
Kaltstartstrom (CCA)
Messgröße für die Startleistung einer Batterie bei niedriger Temperatur unter definierten Prüfbedingungen.
Kapazitätstest
Messung der bei definierten Bedingungen entnehmbaren Ladungsmenge beziehungsweise Energie eines Akkus.
Kathode
Elektrode, an der Reduktion stattfindet; die Bezeichnung hängt vom Betriebsmodus Laden oder Entladen ab.
Kelvin-Messung
Vierleitermessung zur genaueren Bestimmung kleiner elektrischer Widerstände ohne wesentliche Leitungsfehler.
Kennlinie
Grafische Beziehung elektrischer Größen, beispielsweise Spannung und Strom während Ladung oder Entladung.
Klemmenpolung
Zuordnung der positiven und negativen Anschlüsse einer Batterie. Falsche Polung kann Geräte beschädigen.
Knopfzelle
Kleine runde Batterie, etwa CR2032 oder LR44. Typ, Spannung und Dicke sind für einen Ersatz entscheidend.
Konfektionierung
Technische Zusammenstellung und Kontaktierung von Zellen zu einem Akkupack einschließlich Anschlüssen und gegebenenfalls Elektronik.
Kontaktwiderstand
Widerstand an einer elektrischen Verbindung, der bei erhöhten Werten Spannungseinbrüche und Erwärmung verursachen kann.
Kurzschluss
Unbeabsichtigte niederohmige Verbindung zwischen Polen. Dadurch können sehr hohe Ströme und Wärme entstehen.
Ladegerät
Gerät zur kontrollierten Ladung passender Akkus nach deren Zellchemie, Spannung, Stromgrenzen und Sicherheitsanforderungen.
Ladekennlinie
Vorgegebener Verlauf von Ladestrom und Ladespannung, beispielsweise CC/CV oder mehrstufige Blei-Ladung.
Ladeschlussspannung
Obere Spannung, bei der die Ladephase nach den Vorgaben der Zellchemie begrenzt wird.
Ladestrom
Elektrischer Strom, der beim Laden in den Akku fließt; muss innerhalb zulässiger Grenzen liegen.
Ladezustand (SoC)
Schätzung der aktuell verfügbaren Ladung relativ zur Referenzkapazität, meist in Prozent angegeben.
Ladezyklus
Vorgang, bei dem eine definierte Energiemenge entnommen und wieder zugeführt wird; Teilzyklen können rechnerisch addiert werden.
Langzeitlagerung
Aufbewahrung über längere Zeit bei zulässiger Temperatur und empfohlenem Ladezustand, jeweils nach Zellchemie.
Lastprofil
Zeitlicher Strom- oder Leistungsbedarf eines Geräts als Grundlage für die Akkuauslegung.
Lebensdauer
Zeitraum beziehungsweise Anzahl von Zyklen, bis ein Akku ein vereinbartes Endkriterium erreicht.
Li-Ion
Abkürzung für Lithium-Ionen-Akkutechnologie mit wiederaufladbaren elektrochemischen Zellen verschiedener Materialsysteme.
LiFePO4 (LFP)
Lithium-Eisenphosphat-Zellchemie, typisch mit etwa 3,2 V Nennspannung je Zelle und eigenem Ladeprofil.
Lithium-Mangandioxid (Li-MnO2)
Primärbatteriechemie, unter anderem für 3-V-Knopfzellen und bestimmte Rundzellen eingesetzt.
Lithium-Primärbatterie
Nicht wiederaufladbare Lithiumzelle, etwa CR2032 oder Lithium-Thionylchlorid-Industriezellen.
Lithium-Thionylchlorid (Li-SOCl2)
Hochenergetische Primärzellchemie, häufig mit 3,6 V Nennspannung für industrielle Langzeitanwendungen.
Lötfahne
Metallische Anschlussfahne zur vorgesehenen Verschweißung oder Kontaktierung einer Batteriezelle; Variante und Polbild prüfen.
Low-Self-Discharge
Eigenschaft von Zellen mit geringer Selbstentladung, beispielsweise bestimmter NiMH-Akkus für längere Lagerintervalle.
LS14250
Typische 1/2-AA-Lithium-Thionylchlorid-Industriezelle mit 3,6 V Nennspannung; Anschlusstyp und Herstellerreferenz prüfen.
LSH20
Industrie-Lithiumprimärzelle der Größe D für erhöhte Strombelastung; nicht allein nach Baugröße ersetzen.
mAh (Milliamperestunde)
Tausendstel Amperestunde, häufig für kleine Akkus verwendet: 1.000 mAh entsprechen 1 Ah.
Maximalstrom
Oberster für eine festgelegte Dauer zulässiger Strom. Kurzzeitige Spitzen und Dauerwerte unterscheiden sich.
Memory-Effekt
Historisch insbesondere bei bestimmten NiCd-Betriebsbedingungen diskutierter Kapazitätseffekt; nicht auf alle Zellchemien übertragbar.
Mindestspannung
Untere Betriebsspannung eines Systems, unterhalb derer ein ordnungsgemäßer Betrieb nicht mehr sichergestellt ist.
Modul
Mechanisch und elektrisch abgegrenzte Baugruppe eines größeren Batteriesystems aus Zellen und weiteren Komponenten.
Molex-Stecker
Familie elektrischer Steckverbindersysteme; konkrete Serie, Polzahl, Verriegelung und Pinbelegung sind maßgeblich.
Montageform
Räumliche Anordnung eines Akkupacks, etwa Stab-, Block- oder mehrreihige Form.
MOSFET
Elektronisches Schaltelement, das beispielsweise in BMS-Schutzschaltungen Lade- oder Entladeströme steuert.
Nachladebedarf
Erforderliche Energiemenge, um einen Akku nach Nutzung wieder auf den vorgesehenen Ladezustand zu bringen.
Nennkapazität
Kapazitätswert nach spezifizierten Prüfbedingungen des Herstellers; die im Einsatz nutzbare Kapazität kann abweichen.
Nennspannung
Für den Akku angegebener charakteristischer Spannungswert, der nicht der jederzeit tatsächlich anliegenden Spannung entspricht.
Netzteil
Stromversorgungsgerät mit definierter Ausgangsspannung oder -leistung. Es ist nicht automatisch ein geeignetes Akku-Ladegerät.
NiCd
Nickel-Cadmium-Akkutechnologie mit typischer Nennspannung von 1,2 V pro Zelle, noch in bestimmten Alt- und Industriesystemen.
NiMH
Nickel-Metallhydrid-Akkutechnologie mit typischer Nennspannung von 1,2 V pro Zelle.
Notbeleuchtungsakku
Akkupack für Sicherheits- und Rettungszeichenleuchten. Austausch erfordert passende Chemie, Packform, Anschluss und Gerätefreigabe.
NTC-Sensor
Temperaturabhängiger Widerstand, häufig zur Temperaturüberwachung in Akkupacks verbaut.
Null-Volt-Schutz
Schutzfunktion bei sehr niedrigen Zellspannungen, abhängig von BMS und Batteriekonzept; keine allgemeine Ladefreigabe.
OEM (Original Equipment Manufacturer)
Gerätehersteller, der Batteriesysteme nach eigenen Produkt- und Integrationsanforderungen benötigt.
Off-Grid-System
Energieversorgung unabhängig vom öffentlichen Stromnetz, meist mit Energiespeicher, Laderegler und geeigneter Leistungselektronik.
Ohm (Ω)
Einheit des elektrischen Widerstands. Bei 1 V Spannung und 1 Ω Widerstand fließt idealisiert 1 A.
Open Circuit Voltage (OCV)
Leerlaufspannung einer Batterie ohne angeschlossene Last; sie liefert nicht allein eine vollständige Aussage über die Restkapazität.
Output Current
Englisch für Ausgangsstrom eines Ladegeräts oder Netzteils; muss zum Verbraucher und zu dessen Grenzwerten passen.
Parallelbetrieb
Gleichzeitiger Betrieb mehrerer geeigneter Batterie- oder Stromversorgungsstränge; technische Freigabe und Stromaufteilung sind nötig.
Parallelschaltung
Verbindung gleicher Pole geeigneter Zellen. Die Spannung bleibt näherungsweise gleich, die Ah-Kapazität der parallel verbundenen Zellen summiert sich.
PCB (Schutzplatine)
Leiterplatte mit elektronischen Schutzfunktionen, beispielsweise gegen Überladung oder Überstrom.
PCM (Protection Circuit Module)
Schutzmodul für Akkuzellen, häufig Bestandteil kleiner Lithium-Ionen-Packs.
Peak Current
Kurzzeitig auftretender maximaler Strombedarf einer Anwendung, relevant für Zell- und BMS-Dimensionierung.
Pinbelegung
Elektrische Zuordnung einzelner Steckerkontakte, insbesondere Plus, Minus, Kommunikation oder Temperatursensor.
Polarität
Zuordnung positiver und negativer Anschlüsse. Falscher Anschluss kann schwere Schäden verursachen.
Polbild
Räumliche Zuordnung von Plus- und Minuspolen bei einer Batteriebauform oder Anschlussausführung.
Powerbank
Mobiler wiederaufladbarer Energiespeicher mit integrierter Spannungswandlung und Ladeelektronik.
Primärbatterie
Nicht wiederaufladbare Batterie für eine einmalige Entladung; typische Beispiele sind Alkaline- und bestimmte Lithiumzellen.
Printpins
Stifte für den Einbau beziehungsweise das Einlöten in Leiterplatten; Polung, Pinzahl und Raster müssen exakt passen.
Prototyp
Frühes Muster einer Akkulösung zur Prüfung von Einbau, Schnittstellen, Leistung und Sicherheitskonzept.
Prüfbericht
Dokumentierte Ergebnisse definierter Prüfungen; Aussage und Geltungsbereich sind vom Prüfverfahren abhängig.
Pufferbatterie
Batterie zur Versorgung von Datenspeichern, Steuerungen oder Funktionen bei einem Ausfall der Hauptversorgung.
Pulsbelastung
Wiederkehrende kurzzeitige Stromaufnahme eines Geräts, beispielsweise bei Funkübertragung eines Sensors.
Qualitätsmanagement
Geregelte Prozesse zur Sicherstellung reproduzierbarer Qualität, etwa bei Zellannahme, Konfektionierung und Endprüfung.
Quellenspannung
Elektrische Spannung einer Energiequelle im betrachteten Betriebszustand, die unter Last abweichen kann.
Quellstrom
Strom, den eine Energiequelle unter definierten Betriebsbedingungen liefern kann; nicht ohne Datenblatt mit Kurzschlussstrom gleichsetzen.
Querschnitt
Leiterfläche eines Kabels; beeinflusst Widerstand, Belastbarkeit und Erwärmung einer elektrischen Verbindung.
RBC (Replacement Battery Cartridge)
Bezeichnung für Ersatzbatteriesätze bestimmter USV-Systeme, häufig mit Geräte- und Kartuschennummer zugeordnet.
Reihenschaltung
Verbindung von Plus- und Minuspol geeigneter Zellen in Serie; die Spannungen summieren sich, die Ah-Kapazität nicht.
Rekuperation
Rückgewinnung elektrischer Energie beim Bremsen oder Absenken von Lasten und Rückspeisung in ein geeignetes Batteriesystem.
Restkapazität
Unter definierten Bedingungen noch entnehmbare Kapazität, abhängig von Alterung und aktuellem Ladezustand.
Rippelstrom
Wechselanteil eines ansonsten gleichgerichteten Stroms; zu hohe Werte können Batterie und Elektronik belasten.
Rücknahme
Geordnete Abgabe von Altbatterien an geeignete Sammel- oder Rücknahmesysteme gemäß den geltenden Vorschriften.
Ruhestrom
Elektrischer Strombedarf eines Geräts auch im vermeintlich ausgeschalteten oder Bereitschaftszustand.
Rundzelle
Zylindrisches Zellgehäuse, etwa AA, Sub-C, 18650 oder 21700; Baugröße allein bestimmt keine Chemie.
Schutzschaltung
Elektronik zum Abschalten oder Begrenzen unzulässiger Betriebszustände, beispielsweise Überstrom und Überladung.
Sekundärbatterie
Wiederaufladbarer elektrochemischer Energiespeicher, im Alltag Akku genannt.
Selbstentladung
Verlust verfügbarer Ladung während Lagerung ohne angeschlossenen Verbraucher.
Serienfertigung
Wiederholte Fertigung einer festgelegten Akkuausführung nach spezifizierten Produktions- und Prüfschritten.
Sicherheitsbeleuchtung
Beleuchtung zur Erfüllung definierter Sicherheitsfunktionen bei Störung der normalen Stromversorgung.
Sicherheitsdatenblatt (SDB)
Dokument mit sicherheitsrelevanten Informationen, dessen Pflicht und Inhalt vom Produkt und den rechtlichen Vorgaben abhängen.
Sicherung
Schutzelement, das bei unzulässig hohem Stromkreisstrom trennt, sofern richtig dimensioniert.
SoC (State of Charge)
Geschätzter Ladezustand einer Batterie als Prozentsatz einer Bezugsgröße.
SoH (State of Health)
Bewertung des Alterungszustands einer Batterie, beispielsweise aus Kapazität und Innenwiderstand abgeleitet.
Spannung (V)
Elektrische Potenzialdifferenz zwischen zwei Punkten, gemessen in Volt.
Spannungsabfall
Abnahme der Spannung entlang einer Leitung oder eines Kontakts aufgrund des Stroms und des Widerstands.
Spannungsfenster
Bereich zulässiger Betriebsspannungen einer Zelle oder eines Akkupacks.
SPS-Pufferbatterie
Batterie zur Datensicherung oder Pufferung in speicherprogrammierbaren Steuerungen; exakte Typnummer und Anschlussform beachten.
Start-Stopp-Batterie
Für häufige Motorstarts und zyklische Belastung ausgelegte Fahrzeugbatterie, oft AGM oder EFB.
Starterbatterie
Batterie zum Starten eines Verbrennungsmotors, auf hohe kurzzeitige Ströme ausgelegt.
Steckerkompatibilität
Übereinstimmung von Steckertyp, Pinzahl, Polarität, Verriegelung und elektrischer Belegung.
Strom (A)
Elektrische Ladungsmenge pro Zeit, gemessen in Ampere.
Strombelastbarkeit
Zulässiger Strom eines Bauteils bei den festgelegten Kühl-, Temperatur- und Zeitbedingungen.
Sub-C
Rundzellenbauform unter anderem bei NiMH- und NiCd-Hochstromanwendungen.
Sulfatierung
Bildung schwer rückwandelbarer Bleisulfatkristalle bei ungünstigen Bleiakku-Betriebsbedingungen.
Temperaturfenster
Vom Hersteller freigegebener Bereich für Laden, Entladen oder Lagerung einer Batterie.
Temperatursensor
Bauteil zur Messung oder Überwachung der Temperatur in Akku, Ladegerät oder Gerät.
Thermistor
Temperaturabhängiger Widerstand, beispielsweise NTC oder PTC, für Mess- oder Schutzzwecke.
Tiefentladeschutz
Schutzfunktion, die den Verbraucher bei niedriger Zell- beziehungsweise Packspannung trennt.
Tiefentladung
Entladung unterhalb einer zulässigen Grenzspannung; kann zu Schäden oder Abschaltung führen.
Transportdokumentation
Für den jeweiligen Versand erforderliche Unterlagen, beispielsweise bei bestimmten Lithiumbatterie-Sendungen.
Trennschalter
Schaltelement zur gezielten elektrischen Trennung von Akku und Verbraucher.
Trickle Charge
Sehr kleiner Ladestrom zum Erhalt eines Ladezustands bei dafür freigegebenen Akkusystemen.
Überbrückungszeit
Zeitspanne, in der eine USV die angeschlossene Last bei Ausfall der Netzversorgung unterstützen kann.
Überladung
Ladung über die zulässigen elektrischen Grenzwerte hinaus; Schutz- und Ladeelektronik müssen dies verhindern.
Überspannungsschutz
Maßnahme gegen zu hohe Spannungen in Zellen und elektrischen Systemen.
Überstromschutz
Schutzfunktion gegen Ströme oberhalb der zulässigen Grenzen.
UN 3090
UN-Nummer für Lithium-Metall-Batterien ohne Gerät, soweit die transportrechtliche Einordnung zutrifft.
UN 3091
UN-Nummer für Lithium-Metall-Batterien in oder mit Ausrüstung, abhängig von der konkreten Versandkonfiguration.
UN 3480
UN-Nummer für Lithium-Ionen-Batterien ohne Gerät, soweit die Transportklassifizierung zutrifft.
UN 3481
UN-Nummer für Lithium-Ionen-Batterien in oder mit Ausrüstung, abhängig von der Versandkonfiguration.
UN 38.3
Prüfprogramm aus dem UN Manual of Tests and Criteria für bestimmte Lithiumzellen und -batterien im Transportkontext.
Unterspannung
Betrieb unterhalb einer zulässigen Spannung, häufig durch Abschaltung geschützt.
USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung)
Anlage zur zeitweiligen Versorgung angeschlossener Verbraucher bei Netzstörung, typischerweise mit Batterie und Leistungselektronik.
USV-Batteriesatz
Zusammengestellte Batterieeinheit für eine konkrete USV. Anzahl, Spannung, Kapazität, Verbindung und Referenz müssen passen.
VdS-Zulassung
Prüf- oder Anerkennungsverfahren für bestimmte Produkte der Sicherheitstechnik; konkrete Zertifizierungsangaben sind zu prüfen.
Verpolung
Vertauschung von Plus- und Minuspol. Kann je nach System Schutzabschaltung oder Geräteschäden verursachen.
Versorgungsbatterie
Batterie für wiederkehrende Verbraucherlasten, beispielsweise in Freizeit- oder Energiesystemen; von reinen Starterbatterien zu unterscheiden.
Vibrationstest
Mechanische Prüfung gegen Schwingbeanspruchung unter spezifizierten Testbedingungen.
Volt (V)
Einheit der elektrischen Spannung; unterschiedliche Zellchemien haben unterschiedliche typische Nennspannungen.
Vorladung (Precharge)
Begrenztes Einschalten zum kontrollierten Laden von Zwischenkreiskondensatoren und zur Vermeidung hoher Einschaltströme.
Vormontage
Vorbereitung einer Baugruppe für die endgültige Integration, etwa Kabel- und Steckerbestückung eines Akkupacks.
VRLA
Valve Regulated Lead Acid, verschlossene ventilgeregelte Bleiakku-Bauart einschließlich AGM- und Gel-Varianten.
Wärmeentwicklung
Entstehende Verlustwärme durch Innenwiderstände, Lade- und Entladevorgänge oder Elektronik.
Wartungsfreier Bleiakku
Bleiakku, der bei bestimmungsgemäßer Nutzung normalerweise kein Wasser-Nachfüllen vorsieht; Betriebsbedingungen bleiben wichtig.
Watt (W)
Einheit der elektrischen Leistung. Ein Verbraucher mit 10 W setzt in einer Stunde rechnerisch 10 Wh Energie um.
Wattstunde (Wh)
Einheit der Energie. Näherungsweise gilt für Akkus: Wh = Nennspannung in V × Kapazität in Ah.
Wechselrichter
Leistungselektronik zur Umwandlung von Gleichspannung in Wechselspannung für geeignete Verbraucher.
Widerstand (Ω)
Eigenschaft eines elektrischen Leiters, die bei Stromfluss einen Spannungsabfall verursacht.
Wiederaufladbar
Eigenschaft von Sekundärbatterien, die für definierte Lade- und Entladezyklen ausgelegt sind.
Wirkungsgrad
Verhältnis abgegebener zu aufgenommener Energie oder Leistung bei festgelegtem Betriebspunkt.
XLR-Ladestecker
Mehrpoliger Steckverbinder in bestimmten Lade- und Mobilitätsanwendungen; die Pinbelegung ist nicht für alle Geräte identisch.
XT60-Stecker
Zweipoliges Stecksystem für geeignete Hochstrom-Anwendungen; Strombelastbarkeit und korrekte Polarität beachten.
XT90-Stecker
Steckverbinder für vergleichsweise hohe Ströme in bestimmten Batteriesystemen; zulässige Werte sind herstellerabhängig.
Y-Kabel
Verzweigte Leitung mit mehreren Abgängen. Die elektrische Verschaltung muss ausdrücklich zugelassen sein.
Zellbalancierung
Anpassung unterschiedlicher Einzelzellzustände in mehrzelligen Akkupacks, meist BMS-gesteuert.
Zellchemie
Elektrochemisches Materialsystem mit spezifischem Spannungsverlauf, Ladeverfahren und Temperaturverhalten.
Zelle
Kleinste elektrochemische Einheit eines Akkus oder einer Batterie mit zwei Elektroden und einem Elektrolyten.
Zellformat
Abmessungs- beziehungsweise Formangabe einer Zelle wie 18650, 21700 oder prismatisch.
Zellmatching
Auswahl von Zellen mit vergleichbaren Eigenschaften vor dem Aufbau eines Akkupacks.
Zellspannung
Momentane Spannung einer Einzelzelle; Gesamtspannung eines Serienpacks ergibt sich aus der Summe der Zellspannungen.
Zellverbinder
Leitendes Verbindungselement zwischen Zellen, dimensioniert für den geforderten Strom und die jeweilige Fertigungstechnik.
Zink-Luft-Batterie
Primärbatterie, die Sauerstoff aus der Luft nutzt, beispielsweise in vielen Hörgeräten.
Zyklenfestigkeit
Fähigkeit eines Akkus, wiederholte Lade-Entlade-Zyklen bis zu einem festgelegten Alterungsgrenzwert zu überstehen.
Zyklenlebensdauer
Anzahl definierter Zyklen bis zum Erreichen eines bestimmten Endkriteriums unter vorgegebenen Prüfbedingungen.
Zylindrische Zelle
Zelle in rundem Gehäuse, beispielsweise AA, Sub-C, 18650 oder 21700.
Die drei entscheidenden Batteriewerte
Welche elektrische Nenn- und Betriebsspannung benötigt die Anwendung?
Wie viel Ladungsmenge steht unter definierten Bedingungen zur Verfügung?
Wie groß ist der theoretische Energieinhalt? Wh ≈ V × Ah.
Wichtig: Gleiche Spannung und Kapazität allein garantieren keine Kompatibilität. Strombelastbarkeit, Zellchemie, Anschlüsse, Maße und Systemkommunikation sind ebenfalls zu prüfen.
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Häufig gestellte Fragen
Die Antworten lassen sich ohne zusätzliches JavaScript direkt aufklappen.
Was ist der Unterschied zwischen Batterie und Akku?
Was bedeuten Ah, Wh und Watt?
Darf ich einen Akku mit mehr Kapazität einsetzen?
Was bedeuten die Zellgrößen 18650 und 21700?
Warum genügt eine passende Steckverbindung nicht?
Wozu benötigt ein Lithium-Akkupack ein BMS?
Repariert WSB gebrauchte Lithium-Ionen-Akkupacks?
Wie finde ich einen passenden USV- oder Notleuchtenakku?
Welche Unterlagen sind für Lithium-Akkupacks wichtig?
Wie gehe ich bei einer OEM-Akkupack-Anfrage vor?
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Die Fachdefinitionen dienen der Orientierung. Maßgeblich sind technische Herstellerdatenblätter, Gerätefreigaben und die anwendbaren gesetzlichen beziehungsweise normativen Anforderungen. Stand: Oktober 2026.
